Das nördliche Ostpreußen
eine Reise durch das Königsberger Gebiet

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Im äußersten Nordosten des ehemaligen Deutschen Reichs liegt ein Land, dessen Name heute fast vergessen ist: Ostpreußen.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Land aufgeteilt: der Süden mit Masuren und dem Ermland fiel an Polen, der Norden, das Königsberger Gebiet, an die Sowjetunion.
Für annähernd ein halbes Jahrhundert verschwand das nördliche Ostpreußen nicht nur hinter dem „Eisernen Vorhang“, sondern wie die russische Puppe in der Puppe nochmals im Verborgenen. Niemand wusste, was hier vor sich ging. Kein Ausländer durfte das Gebiet betreten. Ostpreußen war in der Geschichte versunken.


 

Erst durch die Umbrüche im Osten ist uns die Kaliningradskaja Oblast, wie die Region heute heißt, wieder ein Stück näher gerückt.
Auf ihren Kreuz- und Querfahrten hat das Journalisten- und Fotografenteam „JULES VERNE“ das Land bereist: Von Königsberg, der einst östlichsten Großstadt Deutschlands und der Krönungsstadt der preußischen Könige, durch die Pregelniederung in die Rominter Heide und vom Samland durch den Elchwald ins Memelland bis zur Kurischen Nehrung.

Rund 10.000 Kilometer haben sie dabei zurückgelegt, 650 Filme belichtet und rund 30 Stunden Tonbandmaterial mit Interviews und Gesprächen aufgezeichnet.
Entstanden ist daraus eine aufwendige Dia-Multi-Visionsshow, die den Zuschauer als unsichtbaren Begleiter mit auf die Reise nimmt.

Die Bilder vermitteln das behagliche Gefühl, einer verlorenen Zeit auf der Spur zu sein.  Sie sind aber auch Teil einer ziemlich unbequemen, unromantischen Gegenwart. Den Menschen, die heute im nördlichen Ostpreußen leben, geht es schlecht. Die Armut ist kaum zu übersehen - Russlands neue Freiheit kennt nicht nur Sieger, sondern auch viele Verlierer.

Manches auf dieser Reise wird noch an die Geschichte erinnert, vieles aber hat sich verändert und vieles wurde zerstört. Von der 700jährigen deutschen Vergangenheit sind nur noch Spuren zu finden - verfallen und verrottet.
Da und dort hat ist die Natur über die Jahrhunderte alte Kultur hinweggewachsen. Die Wunden des Krieges sind noch immer nicht vernarbt, das Land noch immer vom Krieg schwer gezeichnet.

Doch für den Reisenden kommt es darauf an, was er erleben möchte. Verfall und Armut oder gastfreundschaftliche Menschen und den Zauber und die schwermütige Schönheit einer einzigartigen Naturlandschaft - eingefangen für jene Menschen, die Ostpreußen noch aus ihrer Kindheit kennen genauso wie für jene, die das Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen heute neu entdecken wollen.
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Kapitelübersicht

Das nördliche Ostpreußen stellt sich vor – Königsberg – das deutsche Erbe Königbergs – Dominsel – Dom – Imanuel Kant – Schloss – Villenvororte – Lebensschicksale – Straßenkinder – Besuch eines Krankenhauses – Pregelniederung – Insterburg – Sozialistische Denkmäler – Gumbinnen Trakehnen Georgenburg – Russlanddeutsche – Rominter Heide – Störche – Alleen – Landbevölkerung – Samland – Pillau – Bernsteinstadt Palmnicken – archäologische Ausgrabungen – Rauschen – Restaurant Seestern – Cranz Labiau – Friedrichsgraben – Gilge – Ulrich Ruske über private Hilfeleistungen – Heinrichswalde – Wolfskind Erich Karstenas – Charlotte Milowski – Tilsiter Käse – Tilsit Memel – Heydekrug – Memeldeutsche – Memelländerin Lenchen Kujes – Bitthenen – Kurische Nehrung – Schwarzort – Nidden – Rossitten – Fischerei – Abschied vom nördlichen Ostpreußen